Michael Werner Sagmeister (* 27. Juli 1959 in Frankfurt am Main) ist ein Jazz- und Fusion-Gitarrist. Er gilt als einer der führenden zeitgenössischen Musiker seines Faches in Europa. In den Jahren 1993 bis 1997 war er Dozent am Berklee College of Music in Boston. Im Jahr 1999 wurde er zum ordentlichen Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main ernannt.
Sagmeister gründete seine erste Gruppe 1975 und hatte mit ihr einen Achtungserfolg als
Newcomer beim Frankfurter Jazzfestival. Obgleich er zunächst Rockjazz spielte, liegen seine stilistischen Wurzeln im Hard Bop; seine frühen Vorbilder waren
Pat Martino und
Wes Montgomery. Eine Tournee mit dem United Jazz and Rock Ensemble Anfang der Achtziger Jahre als Vorgruppe machte Sagmeister einem breiteren Publikum bekannt. Es folgen Tourneen durch Südostasien und Nordafrika, zuletzt durch Westafrika.
Zu seinem Trio gehört über lange Jahre der Schlagzeuger Michael Küttner; an Stelle seines langjährigen Bassgitarristen Udo Kistner spielt aktuell Martin Gjakonowski Bass. Auch tritt er im Quintett mit Klaus Göbel, Götz Ommert und Antonella D’Orio auf. Sagmeister arbeitete auch mit Pat Martino,
Larry Coryell,
Billy Cobham,
Jack DeJohnette,
Dave Samuels,
Randy Brecker, Miroslav Vitous,
Albert Mangelsdorff,
Wolfgang Dauner,
Volker Kriegel,
Christoph Spendel,
Christof Lauer,
Attila Zoller,
Emil Mangelsdorff, der hr-Bigband, William Kennedy,
Gerry Brown und anderen zusammen. Er ist auch in Solokonzerten und im Duo mit der Sängerin Britta Medeiros zu hören. Seine Spielweise orientiert sich heute an Neobop und Fusion, aber auch am Blues.
Michael Sagmeister hat bisher knapp 20 Schallplatten/CDs und drei Lehrbücher veröffentlicht; davon gilt
Sagmeisters Jazzgitarre (1999) als Standardwerk.